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06.05.2016

Dreieck: Barmherzigkeit –Wahrheit –Gerechtigkeit

„Barmherzigkeit“ ist der Schüsselbegriff in der Bibel, aber nur wenn sie im engen Zusammenhang mit der Wahrheit und der Gerechtigkeit verstanden wird. Barmherzigkeit ohne Wahrheit und Gerechtigkeit würde zu einem Dietrich werden, den bekanntlich nicht der Eigentümer, sondern der unehrliche Dieb verwendet.

Am besten wurden diese drei Eigenschaften in der Person Jesu Christi vereinbart, der das „Antlitz der Barmherzigkeit Gottes“ ist. Er beweist, dass Barmherzigkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit keine isolierten Aspekte des Lebens oder sogar Gegensätze sind, sondern drei Dimensionen einer Person.

Das Fundament unseres Mensch- und Christseins bildet die Wahrheit, die uns hilft, das Gute und das Böse zu erkennen. Blinde Liebe macht viel kaputt. Die Erkenntnis der Wahrheit gegenüber Gott, den Mitmenschen, der Natur und mir selber, gibt mir Orientierung und Lebensrichtung. Sie zeigt mir, wie ich barmherzig leben soll.

Die Gerechtigkeit lässt Gott und dem Menschen das geben, was ihm recht ist, was ihm zusteht. Die Ungerechtigkeit darf nicht mit der Decke der Barmherzigkeit verhüllt werden. Dies wäre eine Banalisierung der Barmherzigkeit. Aber die Gerechtigkeit braucht auch ihre Ergänzung durch Barmherzigkeit. Denn eine bloße Gerechtigkeit, ohne Milde und Barmherzigkeit, verwandelt sich in eine unmenschliche Härte.

Die Barmherzigkeit schließt die Wahrheit und die Gerechtigkeit nicht aus, sondern sie baut auf ihrem Fundament. Sie ist nicht Unter- sondern Überbietung ihrer. „Gott überbietet die Gerechtigkeit mit der Barmherzigkeit und Vergebung“ (Papst Franziskus, Mv, 21).

Barmherzigkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit müssen Hand in Hand gehen.

Dies zeigte beispielhaft der heilige Papst Johannes Paul II. in seinem Verhalten gegenüber seinem Attentäter Mehmed Ali Akca. Er besuchte ihn im Gefängnis, führte ein Gespräch und vergab ihm vom Herzen. Jedoch ließ er ihn seine gerechte Strafe absitzen…

 Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 6.05.16

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