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30.10.2015

Meine Kraftorte

Jeder Mensch hat Orte, wo er sich zutiefst wohlfühlt und neue Energie für seinen Leib und seine Seele auftanken kann. Zu solchen Oasen, wo ich mich ausruhen und stärken kann, gehören beispielweise:

  1. Orte der Stille, wo ich mich zurückziehen kann, um alleine mit mir selber und mit meinem Gott zu sein. Ein solcher Ort ist eine Bank im Garten oder im Park, ein Spaziergang im Wald, die Bewunderung einer Sehenswürdigkeit, das Hinschauen auf die Wellen des Meeres oder des Springbrunnens, eine Gebetsecke in der Wohnung oder eine leere Kirche…
  2. Ich kann wieder Kraft schöpfen beim Lesen eines Buches, bei der Meditation eines Bibeltextes, beim Hören meiner Lieblingsmusik, das Erleben eines Konzertes, das Anschauen eines Films, das Sprechen eines Gebetes…
  3. Kraftquellen bilden die täglichen Rituale:
    -         Kaffee-Pause
    -         Betrachtung eines schönen Bildes
    -         Reden mit den Blumen
    -         Streicheln meines Hundes
    -         Spielen mit dem Kind
    -         Umarmung des Ehepartners
    -         Segnung
    -         Feiern des Sonntags mit dem Gottesdienst, eines Festes oder eines
              Ereignisses
    -         Besuch des Friedhofs…
  4. Neue Energie kann ich schöpfen aus der Begegnung mit dem Menschen, der mir wohlwollend ist und den ich mag, aus dem Gespräch mit dem Freund, aus der "Lebensberatung" eines klugen Menschen…
  5. Die wichtigste Kraftquelle ist Gott selber. Dies hat beispielsweise der Prophet Elia in der Wüste erfahren. Sein Name "Elia" bedeutet "mein Gott ist Jahwe", d.h. mein Gott ist für mich immer da. Darum ruft der Psalmbeter: "Gott ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg" (Ps 62,3) und "mit meinem Gott überspringe ich Mauern" (Ps 18,30).

Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 30.10.15