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16.07.2021

„Begeisterung entfacht“: Bistum zieht positive Bilanz der dezentralen Willibaldswoche

Bischof Gregor Maria Hanke bei der Lichternacht in Stopfenheim, einem der Highlights der Willibaldswoche. Foto: Johannes Heim/pde

Zu Fuß und mit Eseln pilgerte Martha Gottschalk als „heilige Walburga“ mit einer Gruppe von Heidenheim nach Hechlingen am See. Foto: Jonas Häfele

Eichstätt. (pde) – Rund 8000 Menschen haben an Veranstaltungen, Wallfahrten und Gottesdiensten der diesjährigen Willibaldswoche im Bistum Eichstätt teilgenommen. „Es war eine Woche der Begegnung, in der wir im Glauben und in der Gemeinschaft Kraft schöpfen konnten und so bistumsweit in Verbindung waren“, sagt Diakon Thomas Schrollinger, Leiter der Hauptabteilung Pastorale Dienste der Diözese Eichstätt. Mit einer Umfrage werden jetzt Meinungen zum Veranstaltungsformat der Festwoche gesammelt.

Gemeinsam mit Bischof Gregor Maria Hanke hätten die Gläubigen in der Willibaldswoche vom 2. bis 11. Juli viele Highlights erleben können, berichtet Schrollinger. Als Beispiele nennt er die Lichternacht in Stopfenheim, ein Kurzfilmkino in Altdorf, das Sternpilgern zum Rothsee, den diözesanen Ministrantentag sowie die zahlreichen Gottesdienste für Ehejubilare in den Pfarrverbänden. „Zählt man alle zusammen, die in Präsenz oder über Internet an Veranstaltungen und Gottesdiensten im Rahmen der Willibaldswoche teilgenommen haben, kommen wir schätzungsweise auf rund 8.000 Menschen“, so Schrollinger. Von einzelnen Veranstaltungen liegen ihm keine Zahlen vor. Zum Vergleich: 2019 waren rund 4000 Gläubige zur letzten zentralen Willibaldswoche nach Eichstätt gepilgert. Diesmal hätten sich allein zu den Aktionen rund um den diözesanen Ministrantentag rund 2.200 junge Christen aus über 100 Pfarreien angemeldet. Zudem konnten zu den Festgottesdiensten für Ehejubilare in den Pfarrverbänden mehr Jubelpaare eingeladen werden als dies vor Corona bei der zentralen Feier in Eichstätt der Fall war. Diese war nur für Paare bestimmt, die ihre Goldene Hochzeit feierten.

Auch die Organisationsteams in den Dekanaten, die zum ersten Mal eine Willibaldswoche dezentral organisiert haben, zogen eine positive Bilanz. Im Dekanat Eichstätt feierten zum Beispiel rund 200 Pilger einen Gottesdienst an der Wallfahrtskapelle Willibaldsruh bei Attenfeld, weitere 100 kamen zum Festgottesdienst an der Willibaldskapelle in Pollenfeld. Große Resonanz fand auch ein regionaler Ministrantentag im Dekanat Herrieden mit rund 120 Teilnehmenden. Mehr als 200 Menschen besuchten Veranstaltungen des Dekanats Nürnberg-Süd, darunter eine Fotoausstellung, einen Kinoabend mit Bischof Hanke, ein Kinderorgelkonzert und einen Kulturabend. „Uns war es wichtig, dass Kirche anders erlebt werden kann als viele sie kennen“, sagt Jugendreferentin Ann-Kathrin Scherbel, die das Dekanatsprogramm federführend organisierte. Rund 570 Menschen nahmen an den Veranstaltungen im Dekanat Roth-Schwabach teil, knapp ein Drittel davon pilgerte mit Bischof Hanke zum Rothsee. „Es nahmen Menschen an den Veranstaltungen teil, die bei einer zentralen Feier nicht nach Eichstätt gekommen wären“, stellte Dekanatsrefent Georg Brigl fest.

Bei einem dekanatsübergreifenden Angebot der Frauenpastoral begleitete Referentin Martha Gottschalk im Gewand der heiligen Walburga rund 70 Pilger, darunter Schulkinder und Jugendliche, auf dem Ökumenischen Pilgerweg von Heidenheim nach Eichstätt. Ebenso viele Menschen folgten ihr auf dem Instagram-Account „walburga_projekt“, auf dem sie die Familiengeschichte „Walburga besucht ihren Bruder Willibald“ dokumentierte. Den Abschluss bildete eine Wanderung mit Eseln von Heidenheim nach Hechlingen am See.

Zentrales Anliegen der diesjährigen Festwoche war laut Thomas Schrollinger „in Verbindung bleiben – als große Gemeinschaft im Glauben sowie mit den christlichen Wurzeln, mit dem heiligen Willibald, dem Bistumsgründer.“ Das, was Willibald, seine Geschwister und deren Gefährtinnen und Gefährten mit einer tiefen Überzeugung und großem Mut in der Region des Bistums Eichstätt grundgelegt hätten, sei das Fundament auf dem die Christen heute hier stehen dürfen. „Sie haben damals Menschen begeistert für die Botschaft Jesu und neue Gemeinschaften, eine neue Kirche gegründet.“

Ob Jung oder Alt, ob in der Stadt oder auf dem Land – während der diesjährigen Willibaldswoche hätten sich viele auf unterschiedliche Weise neu mit der Frage befasst, wie es um die eigene „Mission“, die eigene Verbindung zu Christus stehe. Dabei seien auch neue Verbindungen entstanden und manche Kontakte wiederbelebt worden. „Die Vielfalt der Angebote und Veranstaltungen war beeindruckend. Was aber letztlich zählt, ist die neu entfachte Begeisterung für die Sache Jesu, die uns nachhaltig weiterträgt in der Gemeinschaft unseres Glaubens“, betont Schrollinger. Der hauptverantwortliche Leiter der Festwoche dankt ausdrücklich den Vorbereitungsteams in den acht Dekanaten und im Eichstätter Ordinariat sowie allen Mitwirkenden in Pfarrverbänden, Pfarreien und Gruppen für ihr Engagement.

Bei einer Umfrage-Aktion sind nun alle Beteiligten eingeladen, Rückmeldungen zu dem erstmals umgesetzten dezentralen Veranstaltungsformat der Willibaldswoche zu geben. Im September beginnt bereits die Vorbereitungsphase für die nächste Willibaldswoche, die voraussichtlich vom 2. bis 9. Juli 2022 stattfinden soll. Einen Rückblick auf die Willibaldswoche 2021 mit Videos und zahlreichen Bildern sowie den Feedback-Fragebogen gibt es unter www.willibaldswoche.de.

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