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28.12.2018

Drillinge

Das sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie beherrschen die Welt und ihre Zeit, aber auch mich. Diese Drillinge bestimmen die Länge und Qualität meines Lebens.
Wie gehe ich mit ihnen um?
Oft stöbere ich in der Vergangenheit. Das hat viele Vorteile: Ich lerne aus der Geschichte der Welt und aus der Erfahrung meiner Vorfahren. Das hilft mir, Fehler zu vermeiden und motiviert klug und gut zu handeln.
Aber ich erwische mich leider auch am Grübeln in meiner Vergangenheit. Ich denke viel zu oft an böse Worte und Taten, die an mir oder durch mich geschehen sind. Ich lecke meine seelischen Verletzungen und Wunden. Dabei pflege ich „das Unkraut“, statt es auszureißen. Das tut meiner Seele und Psyche nicht gut. Ich bin oft abgelenkt von der Gegenwart, gefangen in der Vergangenheit und fühle mich, wie gelähmt.
Andersmal erinnere ich mich gerne an schöne Stunden, die ich erleben durfte und an die Zeichen der begleitenden Nähe Gottes. Dies erfreut mich und macht zuversichtlich.
Viel wichtiger ist es jedoch in der Gegenwart, im biblischen „HEUTE“ zu leben. Denn die Gegenwart ist die einzige Zeit, die mir gehört. Mein Leben geschieht „hier und jetzt“. „Carpe diem“, pflücke den Tag, haben die klugen Römer gesagt. Denn der gegenwärtige Moment ist nicht von Dauer. Darum lehrte Meister Eckhart: „Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenüber steht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.
Auch die Zukunft hat eine positive und negative Seite. Ich kann sie gut oder schlecht beeinflussen. Darum soll ich schon jetzt einen Beitrag zur Verbesserung der zukünftigen Tage leisten.
Die Gedanken an die Zukunft, an die Ziele, die ich erreichen will, spornen mich an. Ein Leben ohne Ziel wäre, wie das ständige Autofahren im Kreisverkehr. Besonders motiviert mich der Glaube an das letzte Ziel, an das Jüngste Gericht und an die himmlische Ewigkeit, zur Ausdauer und zum Guten.
Aber, wenn ich an die Zukunft denke, dann verfalle ich auch in die Träumereien, in märchenhafte Fantasien und Fata Morgana… Das “alieniert“ (entfremdet) mich aus der Realität und macht mich faul.

Darum bete ich: Gott, Du bist der „Ich-bin-da“ (Ex 3,14).
Meine Vergangenheit überlasse ich deiner Großherzigkeit; meine Gegenwart deiner Güte; meine Zukunft deiner Vorsehung
.

Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 28.12.19

P.S.: „Es gibt zwei Tage im Jahr, an denen wir nichts tun können: gestern und morgen“ (Dalai Lama).

Die nächsten Termine

Sonntag, 07. März
18.00 Uhr
WmJ - We meet Jesus
Ort: Kirche St. Sebald, Schwabach und im Livestream
Veranstalter: Katholische Jugendstelle Schwabach
Donnerstag, 18. März
20.00 Uhr
Talk'n'Pray - Gemeinsam durch die Fastenzeit
Ort: online
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Samstag, 20. März
19.30 Uhr
JesusZeit - eine Stunde mit Jesus und mit Dir
Ort: Kath. Kirche Roth, Hilpoltsteiner 16, 91154 Roth
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Donnerstag, 01. April
20.00 Uhr
Talk'n'Pray - Gemeinsam durch die Fastenzeit
Ort: online
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Sonntag, 04. April
18.00 Uhr
WmJ - We meet Jesus
Ort: Kirche St. Sebald, Schwabach und im Livestream
Veranstalter: Katholische Jugendstelle Schwabach