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11.05.2018

Später

Ich soll meinen neuen Tag mit der Hinwendung zu Gott beginnen, zu ihm beten. Aber ich sage: „Später“.
Ich soll beim Bettenmachen und Frühstück helfen, aber ich rede mich raus mit „später“.
Pünktlich soll ich am Arbeitsplatz da sein, aber ich komme mit Verspätung.
Mein Kollege in der Arbeit bittet mich um eine Erklärung. Ich sage zu ihm: „Später“.
Auf der Straße sehe ich einen Bettler. Soll ich ihm eine Münze spenden? – frage ich mich. Nein. Das tue ich „später“.
Mein Freund liegt im Krankenhaus. Soll ich ihn besuchen? Das mache ich nicht heute, sondern „später“.
Heute Abend rufe ich meine Eltern an. Nein! Lieber mache ich das „später“.
Ich habe Unruhe in meinem Gewissen, weil ich gestritten habe. Aber ich warte mit der Versöhnung. Das tue ich „später“.
Zuhause wird erwartet, dass ich den Mülleimer raustrage und die Wohnung sauge. Ich antworte: Das mache ich „später“.
Auf dem Schreibtisch liegen einige unerledigte Arbeiten. Ich erledige sie „später“.
Vielleicht gehe ich heute in die Kirche zum Gottesdienst. Nein. Ich werde das „später“ tun, wenn ich Zeit habe.
Lange habe ich nicht gebeichtet, aber ich zögere damit und rechtfertige mich mit „später“.
Ich liege schwer krank im Bett. Der Krankenhausseelsorger bietet mir den Empfang des Sakramentes der Krankensalbung an. Aber ich rede mich raus mit „später“.
Dann bin ich gestorben. Meine Seele meldet sich beim Hl. Petrus und fragt: „Darf ich in die Glückseligkeit des Himmels herein?“
Er antwortet: „Später!“

Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 11.05.18

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20. Mai 2018 - 27. Mai 2018
3. Juni 2018 19.00 Uhr
Gottesdienst plus
Ort: Thalmässing, St. Peter und Paul
4. Juni 2018 19.00 Uhr
JugendAlpha
Ort: Kath. Pfarrheim "Arche" (Ludwigstr. 17, 91126 Schwabach)
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach / Pfarrei St. Sebald
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9. Juni 2018 09.30 Uhr