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05.10.2018

Nur ein Talent?

Rike/pixelio.de

Zwei Schulfreunde haben sich nach vielen Jahren wieder zusammen getroffen. Der eine war froh und stolz auf sich, denn es ist ihm gelungen, ein gut laufendes Geschäft aufzubauen. Er hatte eine intakte Familie, viele Freunde, und er war reich geworden.
Der andere hingegen war arbeitslos, arm und hatte keine Familie.
Der reiche und gütige Schulkamerad wollte seinem Freund helfen. Darum schenkte er ihm spontan einen Diamant.
Nach einem Jahr kamen sie wieder zusammen. Der reiche Mann staunte, dass sich im Leben seines Schulfreundes nichts geändert hatte. Er war weiter arbeitslos, arm und hatte keine Familie.
„Was hast du mit dem Diamanten gemacht, den ich dir geschenkt habe?“ – fragte ihn verdut
„Ich trage ihn immer noch in meiner Hosentasche“ – erwiderte der Schulkamerad.

Diese Erzählung erinnert mich an das Gleichnis Jesu von den Talenten (Mt 25,14-30). Auch hier hat der Mensch, der nur ein Talent bekam, nichts erwirtschaftet, weil er es in die Erde vergrub.
Aber auch nur mit einem einzigen Talent kann ich sehr viel Gutes tun, für mich und für meine Mitmenschen…

Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 05.10.18