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Outdoor spirituell

Raus aus den eigenen Wänden, raus aus den alltäglichen Abläufen, Neues entdecken, zu sich kommen. Outdoor spirituell lädt dazu ein.
Wichtige Elemente sind Zuhören, Stille, Gesang, Worte des Zuspruchs, Gemeinschaft.
Menschen, die in der Natur zur Ruhe kommen wollen, darin eine Kraftquelle sehen und so die eigene spirituelle Spur des Lebens zu erleben, werden hier Gleichgesinnte finden.
Jedes Treffen kann einzeln besucht werden. Der 15. des Monats wurde bewusst ausgewählt. Es ist die Mitte des Monats. Bei Outdoor spirituell werden Teilnehmende ermutigt auf der Spur zur eigenen Mitte des Lebens zu bleiben.

Outdoor spirituell führt neun Mal an Orte in der Natur, wo Neues geschieht, Vertrautes wieder erlebt wird, wo Menschen zusammenkommen. Beginn ist jeweils 19.00 Uhr und dauert maximal eine Stunde. Veranstaltet wird Outdoor spirituell vom Dekanat Roth-Schwabach und dem Pastoralraum Hilpoltstein.

 

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Weiterer Termin

Mo15.07.2024Genuss - Picknick in der NaturLiebenstadt

Bericht über Outdoor spirituell von Gabi Gess (Kirchenzeitung)

„Findet das heute wirklich statt?“ Diese WhatsApp-Nachricht bekam Pastoralreferent Georg Brigl vergangenen November aufs Handy, während es draußen schon dunkel wurde und der Regen niederprasselte. Um 19 Uhr sollte das erste Treffen der neuen Reihe „Outdoor spirituell“ beginnen und prompt spielte das Wetter nicht mit. Gottseidank aber habe es um halbsieben zu regnen aufgehört, erinnert sich Brigl. Die Witterung sei dann auch an den folgenden Terminen meist eher „durchwachsen“ gewesen. Und doch fand das neue Format eine treue Anhängerschaft. 15 bis 20 Leute kamen jeweils zu den bisher fünf Treffen im Raum Hilpoltstein. Diese finden an wechselnden Orten in der Natur statt, stets am 15. Tag des Monats. Wer sich darauf einlässt, kann „in der Mitte des Monats zur Mitte finden“. Er muss nur beherzigen, was in der Einladung zu „Outdoor spirituell“ steht:  „Raus aus den eigenen Wänden, raus aus den alltäglichen Abläufen, Neues entdecken, zu sich kommen.“ Wichtige Elemente seien „Zuhören, Stille, Gesang, Worte des Zuspruchs, Gemeinschaft“.

Veranstaltet wird „Outdoor“ spirituell vom Dekanat Roth-Schwabach und vom Pastoralraum Hilpoltstein, vertreten durch Dekanatsreferent Georg Brigl und Gemeindereferentin Agnes Meyer, die gemeinsam das Konzept entwarfen. „Das war unser beider Thema“, meint Brigl auch im Namen der Kollegin und erklärt den theologischen Hintergrund zu der Reihe, die vorerst bis Juli geht und die er als „Versuchsballon“ versteht. Die Natur, so Brigl, „ist ein Lehrmeister, der uns zur Achtsamkeit, zur Stille, zu uns selber führt. Dann kann ich auch mit Gott in Begegnung kommen“. Die Dunkelheit, die bei den bisherigen abendlichen Treffen bereits herrschte, der Sternenhimmel, der mitunter aufblitzte, diese äußerlichen Begleitumstände wurden ganz bewusst in den Impulsen mit aufgegriffen. So lautete etwa beim Dezember-Treffen am Federhof bei Meckenhausen mit seiner St- Crescentia-Rundkapelle das Motto: „...durch das Dunkel hindurch“. Am 15. März, als „Outdoor spirituell“ bei der Kirche in Eckersmühlen begann, bezogen Meyer und Brigl den nahegelegenen Friedhof in den Ablauf ein. Inspiriert vom alten Aberglauben, dass es auf einem Gottesacker spuke, baten Meyer und Brigl die Teilnehmenden, sich bei der kleinen Wanderung zu fragen: Welche „bösen Geister“ in Form negativer Gedanken plagen mich? Gemeinsam wurden Ängste und Sorgen symbolisch „beerdigt“, um guten Gedanken Platz zu machen. Zurück am Kirchenzentrum, wurde es dann kreativ: Aus Tonmasse, Moos oder kleinen Ästen wurden freundlich dreinblickende Gesichter geformt. Zum Abschluss des etwa einstündigen Treffens wurde dann noch gemütlich geratscht.

Die logistischen Vorbereitungen hielten sich in Grenzen, gibt Brigl Auskunft. Ein Korb mit Ikea-Trinkbechern, zwei Kannen Tee, das sei schnell organisiert. Gute inhaltliche Inspiration liefere eine von einem Bamberger Kollegen erstellte Broschüre zum Thema „Glaubenskommunikation in der Natur“. Zu Rosenkränze oder Abendmessen wolle „Outdoor spirituell“ keine Konkurrenz sein, versichert Brigl. Vielmehr verstehe es sich als Ergänzung und als Angebot für diejenigen, die mit klassischen Formaten fremdeln, „die vielleicht suchen, aber nicht in den Gottesdienst kommen würden“.  Überwiegend seien es Leute aus der näheren Umgebung, die über Mundpropaganda von dem Termin erfahren hätten. Evangelische Christen seien immer wieder mit von der Partie, berichtet Brigl. Junge Leute seien eher die Ausnahme, vertreten seien eher die über 50-Jährigen, „das muss man ehrlich sagen“.

Während der Coronazeit, als viele Gottesdienste notgedrungen ins Freie verlegt wurden, hatten viele Menschen Gefallen am Beten, Singen, Besinnen unter freiem Himmel gefunden. Aber die meisten dieser Angebote seien wieder verschwunden, bestätigt Brigl auf Nachfrage und findet das schade: „Warum gibt es Flurumgänge? Warum sind Wallfahrten nach Altötting weiterhin so beliebt?“ Weil man dabei nicht nur sich selbst spüre, sondern auch „die Gegenwart Gottes im Jetzt“.

 

Die nächsten Termine

Sonntag, 02. Juni
18.00 Uhr
WmJ - We meet Jesus
Ort: Pfarrsaal St. Peter und Paul (Werkvolkstr. 16, 91126 Schwabach)
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Dienstag, 04. Juni
21.00 Uhr
Talk'n'Pray
Ort: Online
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Samstag, 08. Juni
19.30 Uhr
JesusZeit
Ort: Roth, kath. Pfarrkirche, Hilpolsteiner Str. 16
Veranstalter: Kath. Jugendstelle Schwabach
Samstag, 15. Juni
09.30 Uhr
10.00 Uhr