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09.10.2020

Mein Nest

Theresia Bongarth/pfarrbriefservice.de

In der Bibel ist das Nest ein Inbegriff der Heimat, des Zuhause, wo man Sicherheit, Schutz, Nähe und Geborgenheit erlebt, ein Ort des Wohlfühlens. Darum rät die Bibel das Nest an einem gefahrlosen Ort (auf einem Berg, im Kessel, auf einem Baum…) einzurichten.

Wer kein Nest hat, der hat kein Zuhause. Darüber hat sich sogar Jesus beschwert: „Die Füchse haben ihre Höhlen und die Vögel ihre Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“ (Mt 8,20).
Das Bedürfnis nach einem Nest, nach der Heimat, nach dem Zuhause ist in unseren Herzen ganz tief eingenistet.

Das Wort Gottes macht jedoch darauf aufmerksam, dass die „weltlichen Nester“ die tiefsten Sehnsüchte der menschlichen Seele nicht erfüllen können, weil sie sehr brüchig und vergänglich sind. Der Vogel wird „aus dem Nest getrieben“ (Jes 16,2); „Wenn du dein Nest so hoch machst wie der Adler, dennoch ich will dich von dort herunterstürzen“ (Jer 49,16).

Darum rät der Psalmbeter das Nest am Altar zu bauen: „Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn… Auch der Sperling findet ein Haus und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen, deine Altäre, Herr, mein Gott“ (Ps 84,3-4).
Der Altar ist der Ort der Begegnung Gottes, der mir Geborgenheit schenkt und meine tiefsten seelischen Sehnsüchte erfüllt.
Andere Nester, die ich in meiner Welt aufgebaut habe, sollen mich nicht binden, sondern vielmehr die Sehnsucht nach dem „himmlischen Nest“ wecken. Denn „unsere Heimat ist im Himmel“ (Philp 3,20).

Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 09.10.20

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